Joachim Albrecht (1913-1997) ist ein bedeutender Vertreter der konstruktiven Kunst. Seit den 1950er Jahren entdeckte er nach eigener Aussage über die Reduzierung der Form die Einfachheit als ästhetische Kategorie. Unter dem Einfluß von Auguste Herbin, Hans Thiemann und Victor Vasarely entwickelte Joachim Albrecht seinen unverkennbaren Stil, der bei verhaltener Farbigkeit die Fläche als eigenständigen Raum gestaltete.
Als Mitglied der *neuen gruppe hamburg* um Willy Breest erhielt Joachim Albrecht 1964 den renommierten *Edwin-Scharff-Preis* der Hansestadt Hamburg. Er war ab 1966 Professor an der HfbK. Hier förderte er junge Künstler aller Stilrichtungen. Damit hatte Joachim Albrecht auch entscheidenden Einfluss auf Künstler wie Max H. Mahlmann, Winfried Gaul und Timm Ulrichs.
Der künstlerische und private Nachlass von Joachim Albrecht wird von seiner Nichte Gisela Albrecht-Meisner in Berlin verwahrt und gepflegt.

24. 9. 1930 - 12. 7.2002
Bernd Berner 24.9.1930 (Hamburg) - 12.7.2002 (Stuttgart). Ausbildung zum Lithografen. 1952 Übersiedlung nach Stuttgart und Begegnung mit Willi Baumeister. In der Auseinandersetzung mit der gegenstandsfreien Malerei der europäischen Moderne ab 1959 künstlerische Definition des "Flächenraums" für die Mehrzahl seiner Arbeiten. Ab 1960 rege internationale Ausstellungspraxis. Einzelausstellungen vor allem in Deutschland, Frankreich, Schweiz und Italien. 1971-1994 Professor für Malerei an der FH für Gestaltung in Pforzheim. Ateliers in Stuttgart sowie zeitweilig in Bern und Paris. Werke von Bernd Berner befinden sich in zahlreichen wichtigen privaten und öffentlichen Kunstsammlungen, u.a. *Thompson Collection/Pittsburgh, USA; *Sammlung Villa Romana/Florenz; *Sammlung der Bundesrepublik Deutschland/Berlin; *Staatsgalerie Stuttgart; *Herzog-Anton-Ulrich-Museum/Braunschweig; *Kunsthalle Karlsruhe; *Nationalgalerie Berlin; *Kunsthalle Mannheim.
Literatur über Bernd Berner (Auswahl): *Bernd Berner: Retrospektive, Marburg 2003; *Bernd Berner: Gemälde und Arbeiten auf Papier 1957-2001, Aschaffenburg 2002; *Werkverzeichnis in acht Bänden / Biographische Reihe, Gotha 1996-2000; *Bernd Berner, Göppingen/Mannheim 1991; *Bernd Berner: Arbeiten auf Papier, Nürnberg 1987; *Bernd Berner: Werkverzeichnis der Druckgrafik, München 1986; *Bernd Berner: Flächenraum 1959-1984, Köln/Oldenburg 1984.

Albert Feser (1901-1993) gehört zu den wichtigen Hamburger Freilichtmalern. Geprägt von seinen Lehrern Arthur Siebelist und Julius Wohlers malte er immer vor dem Motiv und prägte den bekannten 'Hamburger Impressionismus' der Nachkriegszeit massgeblich mit. Albert Feser war Mitbegründer des Kleinen Hamburger Künstlerring, der in den ersten Nachkriegsjahren einige der bedeutendsten Hamburger Freilichtmaler zu einer Ausstellungsgemeinschaft vereinte (u.a. Ilse Thesdorpf-Edens und Adolf Wriggers).
Während das Frühwerk von Albert Feser mit einer ausgewogenen Farbigkeit und oft differenzierenden Grautönen noch von Künstlerkollegen wie Rudolf Höckner geprägt ist, sind seine späteren Bilder von geradezu expressionistischer Farbkraft. Ab etwa Anfang der 1970-er Jahre lösen sich dann die Form in zunehmender fleckenhafter Farbigkeit auf. Kunsthistoriker haben Albert Feser deshalb zutreffend als einen "impressionistischen Expressionisten" beschrieben, dem es ganz unvergleichlich gelingt, Farbigkeit und Licht, Komposition und Struktur in seinen Motiven ausdrucksstark zu konzentrieren.
Fesers Bilder erfreuen sich bis heute bei privaten Sammlern einer hohen Beliebtheit und finden sich auch in zahlreichen öffentlichen Sammlungen, u.a. Hamburger Kunsthalle, Altonaer Museum, Sammlung HASPA.

Arnold Fiedler *1. März 1900 † 6. März 1985.
Schüler von Arthur Illies/Julius Wohlers an der KGSchule in Hamburg. Mitglied der späten Hamburgischen Sezession. Emigration nach Paris und Kriegsgefangenschaft. 1946 Gründungsmitglied des Baukreises. In den 1950er/1960er Jahren Ateliers in Hamburg und Paris. Studienreisen nach Italien, Brasilien, Tunesien. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1956 Edwin-Scharff-Preis, 1958 und 1967 Ehrengast in der Villa Massimo/Rom, 1980 Senator-Biermann-Ratjen-Medaille und \"Ehrensold\" der Stadt Hamburg. Aus expressionistischen Anfängen entwickelt Fiedler seine unverkennbare künstlerische Handschrift, die surreale, abstrakte und skripturale Ausdrucksformen poetisch zusammenfügt.
Werke von Fiedler befinden sich zahlreichen öffentlichen Sammlungen und Museen, u.a. Hamburger Kunsthalle, Museum für Kunst und Gewerbe/Hamburg, Schloss Gottorf, NDR Kunstsammlung, Sammlung HASPA, Sammlung Bunte sowie in öffentlichen Sammlungen u.a. in Frankreich, Grossbritannien, Japan, Norwegen, Schweiz und den USA.
Die galerie carstensen vertritt exklusiv den Nachlass von Arnold Fiedler

(September 1920 - Mai 2013) Nach einer Ausbildung zum Schornsteinfeger und fünfjährigem Kriegsdienst bei der Marineartillerie von 1946-1950/1954-1956 künstlerische Ausbildung an der Hochschule für bildende Künste/Hbg. bei Willy Tietze, Erich Hartmann und Theo Ortner. Seit 1956 freier Künstler . 1966-1979 Dozent für freie Gestaltung an der Fachhochschule Hamburg.
Zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum und vor allem intensive Studien im eigenen Atelier sowie auf seinen ausgedehnten Reisen u.a. durch China, Tibet, Ladakh und ganz Europa. Seit 1964 wenige ausgewählte Einzelausstellungen vor allem in Deutschland, Schweden und Belgien.
Heinz Glüsing war Ehrenmitgliied des BBK Hamburg und wurde im Jahr 2010 für sein Lebenswerk mit der Biermann-Ratjen-Medaille der Hansestadt Hamburg ausgezeichnet. Bis zu seinem Tod im Mai 2013 lebte und arbeitete er als freier Künstler in seiner Heimatstadt Hamburg.
Literatur zu Heinz Glüsing (Auswahl):
*Kunsthaus Hamburg: H. Glüsing. Zwei Handlängen. Hamburg 2010;
*Der neue Rump. Neumünster 2005;
*Christian Vogel: H. Glüsing, Altonaer Museum + Landesbank Hamburg 2001;
*Heinz Maschmann: H. Glüsing: Öl und Farbstift. Hamburg 1993;
*Heinz Maschmann: H. Glüsing. Hamburg 1989

* 10. Januar 1901 in Hanau
† 19. November 1973 in Hamburg
Nach einer Berufsausbildung und -tätigkeit als Goldschmied ab Mitte der 1920er Jahre in Hamburg Hinwendung zur Malerei und freien Kunst. In rascher Folge entstehen hervorragende Portrait- und Aktzeichnungen. Es folgen Auslandsreisen nach Italien und Skandinavien sowie ein reger Austausch mit den Künstlern der Hamburgischen Sezession. Seit 1932 Ateliergemeinschaften mit Rolf Nesch, Karl Ballmer, Willem Grimm und anderen Sezessions-Künstlern im Ohlendorff-Haus. Weite Teile des bedeutenden Frühwerkes gehen während der Nazidiktatur, in der der erklärte Nazigegner als 'entartet' gebrandmarkt war, und in den Hamburger Bombennächten verloren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg eigenständige Weiterentwicklung des Sezessionsstils. Eduard Hopfs Spätwerk ist geprägt von seinen teils traumatischen Kriegserlebnissen. Gleichzeitig entstehen aus der Erinnerung hinreissend ausdrucksstarke nordische Landschaftsdarstellungen sowie eine feine Serie grossformatiger Aquarelle aus dem frühlingshaft erblühenden Alten Land/Lühe. Eduard Hopf wirkt in dieser Zeit u.a. als Dozent an der Landeskunstschule in Hamburg.
Werke von Eduard Hopf befinden sich in der Hamburger Kunsthalle, dem Museum für Kunst und Gewerbe/Hamburg, Schloss Gottorf sowie weiteren bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen. Zudem hat Eduard Hopf seit den 1920er Jahren zahlreiche Werke an öffentlichen Gebäuden und 'Kunst am Bau' ausgeführt.
Die galerie carstensen vertritt exklusiv den Nachlass von Eduard Hopf.

* 24. August 1890 in Ziegenhain
† 17. Mai 1978 in Leipzig

Theo Wilhelm (1912 - 2005) Vielseitiger Maler, Graphiker, Bildhauer und Kunsterzieher. Studium an der Hamburger Landeskunstschule und Universität Hamburg. Mitglied der \\\"Gruppe 45\\\". Ausgehend von expressionistischer, teils schon gegenstandsfreier Malerei im Frühwerk reflektiert Theo Wilhelm ab den 1950er Jahren die abstrakten Strömungen der klassischen Nachkriegsmoderne. Später Rückbesinnung auf gegenständliche Ausdrucksformen. Seine Arbeiten finden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen.

12. Oktober 1921 - 22. November 2012
Seine Bilder malte Hans Wrage immer unmittelbar vor dem Motiv. Er war damit einer der letzten lebenden Freilichtmaler seiner Generation und zählt zu den beliebtesten Hamburger Künstlern der Nachkriegszeit überhaupt. Hans Wrage ist als Schüler von Friedrich Schaper (1869 - 1956) ein Bindeglied zwischen dem Hamburgischen Künstlerclub von 1897 und jüngeren Künstlern, die seit einigen Jahren die Plein-Air-Malerei neu beleben.
Mit seinen Bildern ist Hans Wrage in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten (Altonaer Museum, Schloss Gottorf, Hamburger Staatsarchiv, Bergdorfmuseum, Maritimes Museum u.a.).
Die galerie carstensen vertritt exklusiv den Nachlass von Hans Wrage.